Wie lange bekommt man Elterngeld?

Wie lange bekommt man Elterngeld?

Das Elterngeld soll jungen Familien einen Schonraum für einen guten Start in das gemeinsame Leben bieten, der den entstehenden Einkommensverlust auffangen soll. Es soll Müttern und Vätern ermöglichen, vorübergehend auf ihre Erwerbstätigkeit zu verzichten, um mehr Zeit für die Betreuung des Nachwuchses zu haben. Doch woher weiß man zum Beispiel wie lange man Elterngeld bekommt? Bei Elterngeld handelt es sich um eine Subvention des Staates, die seit 2007 in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden kann. Da ein Elternteil, angenommen es ist nicht alleinerziehend, nur insgesamt 12 Monate lang Elterngeld beanspruchen kann, muss der zweite Elternteil mindestens die restlichen 2 Monate Elterngeld beantragen, wollen die Eltern das volle Elterngeld von 14 Monaten bekommen. Der Elternteil, der das Elterngeld bezieht muss seinen Beruf so lange aufgeben, wenn er den vollen Satz bekommen möchte.

Arbeitet der Elternteil, der das Elterngeld bezieht, nicht mehr als 30 Stunden die Woche, kann dieser ElterngeldPlus beziehen und bekommt dann monatlich die Hälfte des Elterngeldes, das der Elternteil ohne Erwerbseinkommen bekommen würde. Dafür werden sie jedoch doppelt so lange unterstützt. 36 Monate werden es sogar, wenn die Eltern den Partnerschaftsbonus erfüllen. Das ist der Fall, wenn entweder beide Elternteile zwischen 25 und 30 Stunden die Woche arbeiten oder man als Alleinerziehender Teilzeit arbeitet.

Wieviel Elterngeld bekommt man?

Nach wie vor beträgt der Mindestbetrag 300 Euro im Monat, den zum Beispiel Studierende, Hausfrauen, Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben, an Elterngeld bekommen. Wer hingegen seine Berufstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbricht, der erhält 67 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens, das zwölf Monate lang vor der Geburt des Kindes erzielt wurde, was allerdings 1.800 Euro nicht übersteigt. Für Eltern mit einem Nettoeinkommen von mehr als 1.200 Euro wird das Elterngeld von 67 auf 65 Prozent in Stufen gekürzt. Einen Zuschlag bekommen Eltern, die mehrere Kinder betreuen. Mit zwei Kindern unter drei Jahren oder drei und mehr Kindern unter sechs Jahren wird ein Geschwisterbonus von zehn Prozent, mindestens jedoch 75 Euro gezahlt. Einen Zuschlag gibt es auch bei Mehrlingsgeburten, und zwar von 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. Wer Hartz IV bekommt hat weniger Glück, da Elterngeld als Einkommen auf den Bezug von Hartz IV angerechnet wird. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stellt unter http://www.familien-wegweiser.de/Elterngeldrechner einen Elterngeldrechner bereit, mit dem man einen ersten Überblick über zu erwartenden Mittel bekommen und Bescheide nachprüfen kann.

Achtung: Werdende Eltern wechseln häufig im Verlaufe der Schwangerschaft die Steuerklasse, um positive Auswirkungen auf das Elterngeld zu erreichen. Hier müssen jetzt lange Fristen eingehalten werden. Denn es zählt jetzt die Steuerklasse, die zwölf Monate vor dem Geburtsmonat überwiegt. Dementsprechend müsste die werdende Mutter spätestens sieben Monate vor den Geburtsmonat in die günstigere Steuerklasse III wechseln. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen allerdings noch gar nicht, dass sie ein Kind erwarten.

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